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Sonntag, 12. November 2017

Rezension - Die Chemie des Todes

Zum Buch

Titel : Die Chemie des Todes
Autor : Simon Beckett
Verlag: Rowohlt
Seitenanzahl : 430 [Taschenbuch]
Genre : Krimi/Thriller

Inhalt (Klappentext) :

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischer Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden...


Meinung :

Obwohl auf dem Cover "Thriller" steht, darf man nicht einen Roman voller Spannung erwarten.

Die stickige, abstoßende, Atmosphäre begleitet den Leser konstant durch die Handlung. Der Schreibstil ist ebenfalls angenehm fließend und angemessen.

Im Großteil des Romans wird der Leser mit Morden konfrontiert, jedoch hauptsächlich passiv. Es geht zum größten Teil um die Ermittlungen, welche mich persönlich etwas gelangweilt haben, da mich der Teil nach der Ermordung relativ wenig interessiert. Deswegen bin ich auch kein großer Fan von Kriminalromanen, und "Die Chemie des Todes" würde sich, abgesehen vom Ende, in diese Spate einordnen lassen.

Die Charaktere waren sehr glaubwürdig und leicht zu merken. Der Protagonist, David Hunter, aus dessen Sicht der Roman hauptsächlich erzählt wird, ist ebenfalls sympathisch und deswegen ist es sehr angenehm, ihn durch die Geschichte zu begleiten. Dieser hilft bei den Mordermittlungen und ermöglicht uns durch seine Perspektive die Ergebnisse der Morde, unter anderem wie die Leichen zugerichtet sind. Diese Beschreibungen sind jedoch nichts für schwache Gemüter!


Leider hat sich der Autor meiner Meinung nach etwas zu viel Zeit für seinen Spannungsbogen gelassen.  Da es wie gesagt um die Ermittlungen mehrerer Morde geht, passiert gefühlt immer das Selbe, bis unser Protagonist selbst mehr von den Morden betroffen ist, als bei den Ermittlungen.

Das Ende war aber dafür so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem erfahren wir aus der Sicht eines besonderen Opfers die widerlichen und bizarren Handlungen, die der Mörder seinen Opfern während der Gefangenschaft antut.

Die Auflösung hatte ich zum Teil während des Lesens schon erwartet, aber zum Ende hin habe ich meine Theorie fallen lassen. Dadurch war ich trotzdem geschockt, als ich die Auflösung auf spannende, packende Weise erfahren habe.

Fazit :

Ein Roman, zur Hälfte Krimi, zur anderen Thriller, der einen mit seiner besonderen, unangenehmen Atmosphäre fasziniert und festhält und dadurch zum Weiterlesen zwingt, obwohl es sehr langatmig ist. Diese Längen werden aber von tollen Charakteren und dem ausgezeichneten Schreibstil von Simon Beckett begleitet und von einem spannenden und fesselnden Ende abgelöst. Jedoch würde ich den Roman nur Lesern empfehlen, die viel Blut und Gewalt ertragen! Bewertung : 4/5 🌟

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